Der Sport lässt ihn nicht los. Armin Hary (69), der erste Mensch der Welt, der die 100 Meter in 10,0 Sekunden lief. Das war 1960. Und heute? Läuft er nicht mehr („Das war mir im Grunde immer zu langweilig - darum war ich ja so schnell!"), er spielt aber Golf, „und auch mal eine Stunde Tennis oder Badminton".
Wenngleich - im Augenblick hat er dafür selten Zeit. Hary hat die Initiative „Aha-F" gegründet. „Damit will ich helfen, dass der deutsche Sport nicht in der Bedeutungslosigkeit versinkt", sagt er, und man glaubt ihm das, wenn er es lebhaft am Telefon beschreibt. Siegertypen wolle er Deutschland wiedergeben. Darum sucht er gezielt Jugendliche, deren Eltern zu wenig Geld haben, um den Sport der Kinder zu finanzieren. Die zum Beispiel nicht zweimal im Jahr Schlittschuhe kaufen können. „Die werden von uns gefördert", erklärt Hary, „denn die Siegertypen, die finden Sie nur so, die kommen nicht aus der satten Gesellschaft." 350 Städte arbeiten bereits mit Hary zusammen. Und pro Kommune unterstützen ihn maximal zehn Unternehmen. „Die können dann über ihren Champion sagen: Das ist unser Bub. Ist doch klasse!"