Spitzensportler von morgen

AHA-Förderung unterstützt die ersten drei jungen Talente

Quelle: Landshuter Zeitung vom 01.02.2006

„Wir brauchen wieder ganz große Sportler, die Aushängeschilder und Vorbilder sind", sagt Armin Hary, der als erster Mensch die 100 Meter in 10,0 Sekunden gelaufen und zum Läufer des Jahrhunderts gewählt worden ist. Seiner Meinung nach muss die Sportförderung ganz unten ansetzen, bei den Kindern und Jugendlichen in den Sportvereinen vor Ort. Deshalb hat er die Armin-Hary-Förderung (AHA-F) ins Leben gerufen. Gestern sind in Landshut die ersten drei jungen Talente in den Genuss einer Förderung in Höhe von jeweils 3500 Euro gekommen.

Nora Dünschede (Schwimmclub 53) ist mit ihren neun Jahren schon eine erfolgreiche Schwimmerin. Aufgrund ihrer bisher erzielten Leistungen wird sie im bayernweiten Vergleich unter die zehn leistungsstärksten Schwimmerinnen in ihrem Jahrgang eingeordnet. Ihre bevorzugte Disziplin ist das Rückenschwimmen. In der DSV-Bestenliste für die Region Bayern steht das Mädchen über 50 Meter-Rücken auf Platz 4.

Bereits mit drei Jahren kam die heute zehnjährige Tanja Schedlbauer (ETSV 09) zum Kinderturnen. Mit sechs Jahren wechselte sie in die Leistungsgruppe und erreichte bei den Gau-Kinderturnfesten 2000, 2002 und 2004 jeweils den ersten Platz. 2004 begann sie zusätzlich mit der Leichtathletik und schaffte dort auf Anhieb bei den Kreisbestenkämpfen einige erste Plätze. Zurzeit ist sie pro Woche drei Mal im Leichtathletiktraining und zwei Mal beim Turnen.

Der 13-jährige David Eisner (Eislaufverein Landshut) hat im Alter von vier Jahren mit dem Eishockey begonnen und seitdem beim EVL die Mannschaften Anfänger, Kleinstschüler, Kleinschüler und Knaben durchlaufen. Er ist derzeit im Kader der Schülermannschaft. Sein Talent beweist auch die Berufung als Auswahlspieler in den Kader des bayerischen Eissportverbands.

Harys Idee entsprechend wird die Förderung auf viele Schultern verteilt. Den Kommunen wird jährlich zur Talentförderung Geld zur Verfügung gestellt, das lokale Unternehmen der AHA-Förderung zur Verfügung stellen. Die Kommunen vergeben den Geldbetrag an ihre Sporttalente; in diesem Jahr sind sieben Talente gemeldet worden, sagte Sportamtsleiter Alois Schloder. Landshut ist bei AHA-F Vorreiter; hier sei es relativ schnell gelungen, die Idee umzusetzen, sagte Hary, der im Landkreis wohnt. Oberbürgermeister Hans Rampf sprach von einer „tollen Geschichte".

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