VON GERD OTTO, MZ
REGENSBURG. Die „10,0" verfolgen ihn, seitdem er denken kann. Zuerst als Herausforderung und Traumziel, später, nachdem er als erster Mensch die 100 Meter in „zehnnull" gesprintet war, wurde diese Zahl immer mehr zur Visitenkarte von Armin Hary. Der Doppel-Olympiasieger von 1960 in Rom gilt seit jener Zeit zweifellos als „heroe", was mehr bedeutet als der heule so inflationär gebrauchte Begriff der „Legende".
Dass dieser Leichtathlet im Bewusstsein der über 60-Jährigen auf einer Stufe mit Max Schmeling steht, sein Name bei den Jüngeren aber kaum bekannt ist, liegt an der „Auszeit" von 40 Jahren, die sich Armin Hary mit Blick auf öffentliche Präsenz gegönnt hatte. Nun aber geht der seit Jahren in der Nähe von Landshut lebende Olympiasieger mit umso größerem Engagement daran, mit der AHA-Förderung der Jugend jene Hilfe zu geben, die sie heute mehr denn je braucht. Er weiß schließlich besser als andere, was es heißt, wenn die Mutter dem Mädchen oder Buben erklären muss, warum sie nicht mehr zum Laufen, Schwimmen oder Eishockey gehen können.
Hier, an der Wurzel, möchte Armin Hary ansetzen. Kinder ab sechs Jahren sowie die Übungsleiter, die nicht minder unter der finanziellen Belastung leiden („sie sind besonders unglücklich, wenn gerade ihre Besten wegbleiben!"), stehen deshalb neben dem Kommunen im Mittelpunkt der Armin-Hary-Förderung. Als Pilotprojekt bot sich dabei Landshut an, wo Hary mit den Bürgermeistern Josef Deimer und Hans Rampf sowie Eishockey-Legende Alois Schloder und E.ON auf ideale Partner stieß.
Mit Emmo Reiss, einem Designer, und dem Bosch-Druck hat Armin Hary jetzt auch eine Kalender-Serie der besonderen Art aufgelegt, mit der zum einen „heroes" und „Legenden" porträtiert werden und andererseits der Erlös dieser Aktion der Jugend zugute kommen wird. Wer sich also etwas Exclusives „leisten" (750 Euro bei limitierter Auflage von 750 Exemplaren) möchte, dem seien Armin Harys „Helden" ans Herz gelegt. Informationen unter www.aha-f.de