Armin Hary fördert junge Sporttalente

Mit der Hilfe von Unternehmen und Kommunen aus der Region

Quelle: IHK-Niederbayern vom Sep. 2005


Dies geschieht nicht erst, wenn das Talent bereits so ausgereift ist, dass große Sponsoren und staatliche Förderstellen dem zukünftigen Spitzensportler unter die Arme greifen. Nein, Armin Hary fängt früher an: Alle jungen Talente zwischen sechs und sechzehn Jahren, darunter auch solche, die aus sozial schwacher Umgebung oder aus anderen Problemfeldern kommen, sollen unterstützt werden. „Hier gehen uns die meisten Talente verloren auf dem Weg zum Spitzensport", konstatiert der Olympiasieger. „Soziale Schwierigkeiten, familiäre Spannungen, schulische Probleme, das unreflektierte, familiäre Abschieben der Kinder vor den Fernseher", all diese Gründe nennt Armin Hary als Ursache dafür, dass viele Talente gar nicht erst ausreifen.

Und er nennt eines von vielen Beispielen: „Tobias ist zehn Jahre alt und in seiner Sportgruppe mit Abstand der Beste. Nach Einschätzung seines Sportlehrers nicht nur ein ehrgeiziger Kämpfer, sondern ein wirkliches Talent. Die Eltern von Tobias sind arbeitslos. Die Bahnkarte zu einem Verein im nächsten Ort ist einfach zu teuer."

Hier möchte Armin Hary mit seiner erst im Dezember 2004 gegründeten Initiative zur kommunalen Förderung junger Sporttalente in Partnerschaft mit den lokalen Unternehmen helfen. Seine Initiative, kurz „AHA-F" genannt, bringt bundesweit auf kommunaler Ebene lokale Sportvereine und Unternehmen zusammen, um dann aus den einzelnen Kommunen je drei Sporttalente zu fördern. Für Tobias würde dies bedeuten, dass ihm die „AHA-"F-Initiative die Bahnkarte zum Sportverein bezahlt. „Die Hilfe muss ganz direkt und ganz konkret sein", sagt Armin Hary. „Darum ist es mir wichtig, auf kommunaler Ebene zu fördern. So entsteht Bindung."

Aus eigener Erfahrung weiß der Supersprinter, wie sehr die Entwicklung eines jungen Talents an kleinen, aber wesentlichen finanziellen Dingen scheitern kann. So erinnert er sich: „Wäre unsere Wohnung in Quierschied nicht unmittelbar neben einem Sportplatz gelegen, auf dem ich als Jugendlicher täglich meine freie Zeit verbrachte, - es gäbe heute keinen Olympiasieger Armin Hary. Meine Mutter hatte kein Geld, um mir ein Fahrrad zu kaufen."

Die Idee hinter seiner Initiative ist klar und einleuchtend: Von der offiziellen Homepage einer Kommune, z. B. der Stadt Landshut, wird direkt auf die „AHA-F"'-Initiative verlinkt. Dort findet man, wiederum nach Kommunen sortiert, die Banner aller lokalen Partner-Unternehmen. Die Unternehmen zahlen einen geringen monatlichen Beitrag für die Präsenz auf dieser Home-page und finanzieren damit direkt ein junges Sporttalent aus ihrer Stadt.

Allein in Niederbayern sind viele Kommunen von A bis Z dabei. Große Firmen wie E.ON Bayern, Bosch-Druck, Petrus-Quelle bis zum Möbelhaus Biller sind bereits mit von der Partie.

Doch jeder zusätzliche Partner ist eine Hoffnung mehr für einen jungen Sportler. So wirbt Armin Hary weiter unermüdlich in der Region und in der ganzen Republik um Unterstützung. „Denn", so Armin Hary, „junge Menschen, die gelernt haben, sich einzusetzen und ihre Ziele zu verfolgen, wie im Sport gefördert, sind auch später häufig Leistungsträger im Beruf."

Mehr über die Initiative zur Förderung junger Sporttalente unter www.aha-f.de oder telefonisch unter 08704/ 929696.