Das Sprint-Ass Armin Hary hilft den Talenten vor Ort

Der Olympiasieger von 1960 fördert junge Sporttalente in ganz Deutschland

Quelle: Landshuter Wochenblatt vom 02.02.2005

Von Tobias Grießer

Er lief als erster Mensch die 100 Meter in 10,0 Sekunden: Armin Hary. Und heute - lange nach seinem Karriereende und seinem Olympiasieg 1960 in Rom - setzt sich der einstige Sprinter für den Nachwuchs in Deutschland ein. Er will Talente fördern und ihnen die Chance auf eine erfolgreiche Sport-Laufbahn geben.

Armin Hary, der im Saarland aufwuchs und heute in Furth bei Landshut lebt, gründete die AHA-Förderung - die Initiative zur kommunalen Förderung junger Sporttalente. Hary will den Kommunen und Städten im ganzen Bundesgebiet einen jährlichen Geldbetrag zur Verfügung stellen, der pro Gemeinde an drei aussichtsreiche Talente

verteilt wird. Das Geld, das be-' reitgestellt wird, akquiriert der frühere Olympiasieger von lokalen Unternehmen. Als Gegenleistung erhalten die Firmen ein Werbebanner auf der Homepage der AHA-F (www.aha-f.de), wo auch alle Information zur Initiative zu finden sind, und sind als AHA-Förderer ausgewiesen.

So kann sich eine Talentkarriere im idealen Fall im lokalen Bereich entwickeln und es entsteht eine Identifikation zwischen Sponsor und Sportler. Die AHA-Förderung übernimmt die Kontrolle der Zweckgebundenheit der Fördermittel.

Und so will Armin Hary auch dafür sorgen, dass die Förderung frühzeitig erfolgt. Er wolle

die „Blume an der Wurzel gießen und nicht auf die Knospen". Er sehe die Förderung als Starthilfe für junge Menschen für eine Sport-Karriere, die ohne Hilfe diesen Weg nicht beginnen könnten.

Die Firma Bosch-Druck in Er-golding ist vom Engagement Harys beeindruckt und beteiligt sich an der Förderung der Talente. So übernimmt Bosch-Druck die Produktion und die anfallenden Kosten der 2.500 Info-Broschüren zur AHA-Förderung. „Wir haben sofort zugesagt, uns an der Akiton zu beteiligten. Das ist eine wunderbare Sache", freut sich Wolfgang Schmidt, Geschäftsführer von Bosch-Druck.